HANNAH, E-Gitarre im Stil einer Les Paul
Decke und Hals aus niederbayerischem Ahorn, mit Lasercutter Iso-Linien für die Wölbung eingezeichnet. Hals mit Schablone ausgesägt.
Auf den Hals mit dem Lasercutter die Position der Mechaniken und der Abdeckung für den Halsstab eingezeichnet. Den Hals so geteilt, dass die Kopfplatte in einem Winkel nach unten vom Hals absteht. Anschließend verleimt.
Die Aussparungen für die Tonabnehmer ausgefräst. Den Body aus Mahagoni grob ausgesägt, dann mit der Kantenfräse auf gleichen Umfang wie die Decke gefräst
Mit Forstnerbohrer und Kantenfräse Kabelkanäle und Löcher in den Body gesetzt, damit die Gitarre nicht so schwer wird. Ahorndecke und Mahagonibody provisorisch verschraubt und mit Gordens Streichmaß die Nut für das Binding aus weißen und schwarzem Plastik angesetzt. Anschließend mit der Kantenfräse gefräst.
Mit der Kantenfräse entlang der Isolinien auf der Decke die Wölbung vorgearbeitet, wie auf einer topographischen Karte. Dann mit der Flex die Kanten gebrochen und mit Schleifpapier die Brandspuren beseitigt.
Die Decke wieder abgeschraubt und ein Blumenmuster mit dem Laser in das Holz gecuttet. Eine Schablone verhindert, dass es in der Wölbung unscharf wird. Die Übergänge geschliffen und die Decke mit Nitrolack in mehreren Durchgängen lackiert.
Die Aussparung für die Schaltungsabdeckung aus Metall (ein Telecaster-Modell) und die Abdeckung für das Elektronikfach angepasst und die Löcher gesetzt. Die Abdeckung auf der Rückseite besteht aus einem Blech, das mit schwarzem Nitrolack überzogen und darauf ein in ein Bild von Hannah Arendt gelasert wurde.
Die schwarzweißen Bindings aus Plastik werden mit Spezialkleber an den Body geklebt und mit Klebeband befestigt. Anschließend Body und Decke mit den eingesetzten Tonabnehmern zusammengeleimt.
Die Kopfplatte bekommt ein aufgelasertes Porträt von Hannah Arendt sowie Blattsilber und schwarzen Nitrolack.
In den Hals wird eine Aussparung für den verstellbaren Stahlstab gefräst. Eine Plastikform (mit unserem 3-D-Drucker gedruckt) hilft, die richtige Form für die Verbindung zwischen Hals und Body zu gestalten (mit Säge, Beitel und Feile).
Mit dem Lasercutter Buchstaben für die Inlays auf dem Griffbrett ausgeschnitten, mit Blattsilber hinterlegt und in das Griffbrett geklebt, in das dieselbe Form gelasert wurde.
Das Griffbrett muss eine leichte Wölbung von 12 Grad haben. Dafür habe ich mir eine Apparatur gebaut, auf der eine Fräse im Bogen über das Griffbrett geht, während es von Anfang bis Ende durchgeschoben wird.
Mit einem Schleifklotz aus dem 3D-Drucker, dessen Unterseite eine 12-Grad-Wölbung hat, wird das Griffbrett inklusive der Inlays glattgeschliffen. Anschließend mit der Säge die Nuten für die Bundstäbe gesetzt. Das Griffbrett auf die richtige Brett gesägt und die Position am Body getestet. VITA ACTIVA, Vom tätigen Leben, ist übrigens das Hauptwerk der deutsch-jüdischen Philosophin Hannah Arendt.
Die schwarzweissen Bindings an der Kopfplatte gefräst und verklebt. Griffbrett und Hals miteinander verleimt. Mit Hilfe eine Schablone, die einen Winkel von 3 Grad hat, die Aussparung für den Hals in den Body gefräst. Bei der Les Paul kippt der Hals leicht nach hinten ab, mit einem Winkel von ca. 3 Grad.
Letzte Arbeiten:
Die Bünde eingesetzt, Bindings an den Hals geklebt, Mechaniken, Sattel und Brücke eingesetzt und das Griffbrett geölt. Die Elektronik mit Hilfe von Markus verlötet.
Und das ist sie: „Hannah“, E-Gitarre im Stil einer Les Paul mit Elektronik einer Telecaster
Decke: niederbayerischer Ahorn
Hals: niederbayerischer Ahorn
Body: Mahagoni
Griffbrett: südafrikanisches Rosenholz
2 Humbucker-Tonabnehmer, Volumenregler, Tonregler, 3-Wege-Schalter, Düsentrieb-Tremolo, Gibson-Mechaniken.